Lymphologische Erkrankung

Das Lymphödem

 

Definition:

 

Ein Lymphödem ist Folge einer Erkrankung des Lymphgefäßsystems. Das Lymphgefäß-system ist für den Abtransport von Flüssigkeit und Eiweiß aus dem Gewebe verantwortlich. Kommt es zu einer Störung der Transportkapazität, bleibt die Flüssigkeit und das Eiweiß im Gewebe zurück und es entsteht eine Schwellung: Das Lymphödem.

Lymphödeme können durch angeborene Missbildungen oder Funktionsstörungen des Lymphgefäßsystems – primäres Lymphödem – oder als Folge von Operationen, Bestrahlung, Infekten oder Verletzungen – sekundäres Lymphödem – entstehen.

 

 

Diagnose:

In der Regel kann ein Lymphödem anhand der Krankheitsgeschichte und der physikalischen Untersuchung diagnostiziert werden. Hier stellt das Stemmersche Zeichen (Abhebbarkeit von Hautfalten an der zweiten Zehe oder dem zweiten Finger) einen hohen Aussagewert dar. Als weiterführende diagnostische Untersuchungsmethoden sind vor allem die funktionelle Lymphszintigraphie und die indirekte Lymphangiographie zu nennen. Diese Untersuchungen werden nur an einigen spezialisierten Zentren in Deutschland durchgeführt.

 

 

Das Lipödem:

Das Lipödem stellt eine angeborene Fettverteilungsstörung der Extremitäten, also der Arme und der Beine dar. Hierbei sind die Füße respektive Hände schlank, die Extremitäten selber durch eine offenbar Östrogen-unterstützte Zunahme des Fettgewebes gekennzeichnet. Lipödeme sind immer symmetrisch, reichen vom Beckenkamm bis zu den oberen Sprunggelenken respektive der Schulter bis zum Handgelenk, sind schmerzhaft auf Druck und zeichnen sich durch eine erhöhte Vulnerabilität der kleinen Blutgefäße (schnell blaue Flecken) aus. Die Druckschmerzhaftigkeit ist ein gravierendes Merkmal des Lipödems. Da Lipödeme angeboren sind, sind sie durch Sport und Diät nicht positiv zu beeinflussen.

 

 

 

 

 

Kontakt

Dr. med. Klaus Schrader

Vorsitzender BVL

Karlstr. 14

95213 Münchberg

Tel:      09251/ 5555

E-Mail: post@die-lymphologen.de

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