Operative Behandlungen

OPERATIONEN

 

Operative Behandlungen

 

Operative Behandlungen stellen in der Lymphologie ein Verfahren dar, das entweder zum Ziel hat, die lymphologischen Erkrankungen zu heilen oder die Notwendigkeit für Komplexe Entstauungstherapie drastisch zu senken.

 

 
Primäre Lymphödeme

 

Primäre Lymphödeme sind operativen Methoden nicht zugängig.

 

 

Sekundäre Lymphödeme

 

Seit 1998 erstmals von Brorson und seit 2003 von Cornely beschrieben, empfiehlt sich die operative Entfernung des Gewebes zwischen Haut und Muskulatur beim nicht-dellbaren ödem nach sekundärem Lymphödem. In einer speziellen Operationstechnik, der Lymphologischen Liposculptur, wird bei lokaler Betäubung und gleichzeitiger Schmerzausschaltung für den Patienten das wasserbindende Gewebe an der geschwollenen Extremität vollständig entfernt. Die nachfolgende intensive Kurztherapie durch Komplexe Entstauungstherapie fördert die Wiederherstellung eines nahezu normalen Lymphabflusses. Ziel der Operation ist eine Verringerung der Komplexen Entstauungstherapie um 80 % sowie die Herstellung der Seitengleichheit der Extremitäten, so wie sie vor der onkologischen Operation mit Durchtrennung der Lymphgefäße und Entnahme der Lymphknoten bestand.

 

 

Lymphgefäßtransplantation

 

Seit mehreren Jahrzehnten kann der durch die onkologischen Operationen hervorgehobene Effekt im Lymphgefäßsystem überbrückt werden. Hierzu werden Lymphgefäße, meistens an der Innenseite des Oberschenkels gewonnen und im Sinne einer Bypasschirurgie zur überbrückung des Defektes im Bereich der Achselhöhle respektive der Bauchwand bei ödemen der Beine transplantiert. Der Lymphfluss wird hierdurch verbessert, die Umfangsvermehrung der Extremität bleibt allerdings gleich.

 

 

Weitere Verfahren der operativen Lymphologie

 

Nur in seltenen, ausgewählten Fällen sind plastisch-chirurgische Maßnahmen am gesamten Hautmantel und Unterhautfettgewebe heute noch indiziert.

 

 

Wenn eine operative Maßnahme geplant ist, so hat die Lymphologische Liposculptur heute den ersten Stellenwert bei allen Eingriffen.

 

 

Das Lipödem

 

Seit 1997 erstmals beschrieben, ist die Behandlung des Lipödems heute eine Domäne der operativen Lymphologie. Während bei der Operation sekundärer Lymphödeme die Beschwerdesymptomatik drastisch gesenkt werden kann, aber die Ursache des sekundären Lymphödems damit nicht behoben ist, gilt für Lipödeme, dass durch die Operation eine Heilung erzielt wird. Im Rahmen der Lymphologischen Liposculptur in Tumeszenzanästhesie und schmerzaus-schaltender Betäubung für den Patienten, wird das Fettgewebe an den Extremitäten seitengleich und symmetrisch nach den international verbindlichen Richtlinien für Lipo-suktionen operativ schonend entfernt. Die spezielle Technik der Lymphologischen Liposculptur stellt einen Schutz für die vorhandenen Lymphgefäße dar, die im Rahmen der Operation nicht berührt werden. Nach Abheilung der Folgen der Operation sind die Patienten beschwerdefrei. Sie bedürfen weder einer Komplexen Entstauungstherapie noch weiterer therapeutischer Verfahren zur Behandlung der Lipödeme.

 

Die operative Lymphologie findet ihren Einsatz bei sekundären Lymphödemen und Lipödemen. Bei sekundären Lymphödemen verbessert sich die Lebensqualität der Patienten massiv, bei Lipödemen ist eine Heilung zu erwarten.

 

 

 

 

Kontakt

Dr. med. Klaus Schrader

Vorsitzender BVL

Karlstr. 14

95213 Münchberg

Tel:      09251/ 5555

E-Mail: post@die-lymphologen.de

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